Exotischer Süßkartoffelsalat + meine neuen Küchenhelden

Dienstag, 2. September 2014


Guten morgen, starten wir in eine neue Woche! Neue Woche – neues Glück oder? Ich lag nämlich seit Donnerstag ziemlich übel flach, ein Virus und zudem ein Blaseninfekt – zwei Tage nur Liegen ist gar nichts für mich. Bei mir machte sich größter Respekt den Menschen gegenüber breit, die wirklich krank sind und ständig liegen müssen oder entkräftet sind. Wie gut ich es doch hab, dass ich irgendwann wieder gesund bin und einfach wieder aufstehen kann! Riesiger Nachteil: Meine gesunde Lebensweise hab ich komplett über Bord geworfen. Nach tagelanger Übelkeit hatte ich nämlich keine Lust auf Quinoa und Co und hatte ständig Gelüste nach Grießbrei, Milchreis, Bananenbrei, Hühnersuppe, Kirschpfannkuchen und Co. Irgendwelche Synapsen aus der Kindheit sind offenbar bei Krankheit unbedingt mit Grießbrei verknüft worden - ich hab keine Ahnung - hab aber wirklich fast eine Woche NUR MÜLL gegessen. Komisch, trotz Übelkeit hatte ich nämlich einen wirklich mächtigen Hunger auf allen möglichen Kram. Die Waage ist zwar gnädig geblieben - aber jetzt ist wirklich mal wieder Schluss!  

Bei Instagram hatte ich vor Kurzem mal einen Süßkartoffelsalat abfotografiert, ich wollte ein wenig rumprobieren. Kartoffelsalat – ja. Süßkartoffelsalat? Hab ich noch nie irgendwo gesehen oder gegessen. Meine Version bei Instagram esse ich super gern, einfach kleine Snackgurken, Schnittlauch, gegrillte Süßkartoffeln, Tomaten und Avocado mit einem Dressing aus weißem Balsamico, Knoblauchöl und einem Hauch Zucker, Salz und Pfeffer.

 
Bild via Instagram
 
Ein paar von euch wollten dann wissen, wie ich den Salat mache. Rumgetüftelt hab ich mit Zutaten, die zusammen schmecken könnten und dann ein paar Fotos für euch gemacht, diesmal etwas schneller und weniger durchgestyled - aber das Rezept wollte ich euch nicht vorenthalten. Und krank arbeitet es sich so schlecht ;) Außerdem wollte ich euch meine zwei Gewürzmühlen zeigen. Meine Neuen sozusagen. Lange hab ich nach stylischen, langlebigen Gewürzmühlen gesucht, wir haben bisher ehrlich gesagt immer diese Plastikdinger vom Lidl (die auch sehr gut für das Geld sind, keine Frage!!!) gehabt - aber was mit mehr Stil und vor allem qualitativ besseren Gewürzen musste her! Am Besten im Schwarz-Weiß-Look wie ich es liebe. Seht einfach erst einmal die Fotos, ich verrat euch wo ich die perfekten gefunden hab...












Für den Salat, er reicht für ca. 2 Personen (bei uns war er Vorspeise):

Schält und wascht 2 mittelgroße Süßkartoffeln und schneidet sie in dickere Stifte. Tropfnass auf ein Backblech mit Backpapier geben. Gebt alles bei 200 Grad Ober- Unterhitze in den Ofen für 8-10 Minuten. Schneidet dazu noch eine grüne Paprika in breite Streifen und 2-3 Grüne und Rote Chilischoten in grobe Stücke und gebt es  zu den Süßkartoffeln für weitere 10 Minuten in den Ofen. Wer mag kann  zu dem Gemüse ein wenig Olivenöl geben, ich spare mir die Kalorien. Dadurch, dass das Gemüse tropfnass ist, gart es wunderbar auch ohne Öl.

Lasst das Gemüse nun abkühlen. In der Zwischenzeit schneidet ihr 1 reife Mango (Ananas schmeckt auch sehr gut) in kleine Würfel. Würfelt zudem 1 rote Zwiebel. Oben auf dem Packshot seht ihr auch eine Avocado – die KÖNNT ihr mit reinnehmen, ich fand es ohne jedoch in dem Fall besser. Schneidet nun das gegrillte Ofengemüse in Würfel, auch die Chilischoten und vermischt alles mit der Mango und den Zwiebeln. Stellt nun ein Dressing aus 3 EL weißem Balsamico, etwas Wasser, dem Saft 1/2 Limette, etwas Agavendicksaft, einem Hauch Salt of Paradise und Schokoladenpfeffer (es geht natürlich im Ernstfall auch normales grobes Salz + Pfeffer, aber die Gewürze bringen die exotische Note!!!) her. Zum Schluss schlagt ihr noch 1 EL eures Lieblingsöls unter, ich nehme oft Rapsöl, wenn der Ölgeschmack zweitrangig ist. Hier geben die Gewürze das gewisse Etwas. Der Salat ist sehr exotisch, ich liebe die Kombination aus scharf-würzigen roten Zwiebeln und Mango, gepaart mit der Schärfe der Chilis und den herben grünen Paprika. Wer Koriander magt, zupft hier zudem ein paar Blättchen in den Salat.


Meine neuen Gewürzmühlen sind übrigens von Finum*. Finum stellt erstklassige Teebereiter her und seit Neuestem auch edle Gewürzmühlen. Die Look Touch Taste Mühlen* gibt’s in knalligen Farben wie Pink und Grün aber auch im angesagten Schwarz-Weiß-Look. Sie sind oben glänzend und unten matt, was mich optisch überzeugt hat. Das Mahlwerk ist quasi unkaputtbar und was ich persönlich total klasse finde: Eine praktische Dosiermulde. Man mahlt in die Mulde und kann das Mahlgut dann einfach dosieren – und das zielgenau. Die Gewürzmühlen haben den Interior Innovation Award 2014 gewonnen – und das unterschreibe ich. Sie erinnern mich ein bisschen an Birnen von der Form und stehen nun lässig und ultraschick in meiner Küche herum ;) Befüllt hab ich sie momentan mit dem Schokoladenpfeffer und dem Salt of Paradise von 1001Gewürze*.

Das passende exotische Geschirr bzw. Servietten habe ich übrigens in Heidelberg mit Vera geshoppt. Ich sage euch, wenn ihr Foodblogger seid: NIE NIE NIE mit andren Foodbloggern shoppen gehen. Man heizt sich gegenseitig an, schlägt sich um die letzte Bambusschüssel (kicher - ich hab sie Vera überlassen, ich bin die Ältere und Vernünftigere hö hö hö) und hat auf einmal Ideen en Masse. Ich bin eh der Überzeugung, Vera hat die Wohnung nebenan heimlich mitgemietet: WAS DIE ALLES AN FOOD PROPS HAT HALLO??? Ich bin eh der Meinung: Blog-Kooperationen sind das neue Zeitalter!

Wie ist das denn bei euch, probiert ihr auch allem möglichen Kram aus oder liebt ihr den Standard Kartoffelsalat mit Majo und Gürkchen am Liebsten? Und was esst ihr, wenn ihr krank seid am Liebsten?

Euch eine schöne Woche
Eure
Rebecca



PS: Ich arbeite mit Hochdruck an unserem Wohnzimmer und hoffe, dass ich euch schon bald mal wieder mit einem Einrichtungspost erfreuen kann...




Grafinteriors White Balsamice Nicolas Vahe*
Butlers.de - Made for your home Stoffserviette aus der Serie Brazilian Summer + Geschirr *
PS: Bei Butlers gibts momentan auch eine stylische Schwarz-Weiß-Kollektion: UNBEDING anschauen!



* Inhalte mit Werbung/ Affiliate Links/ Sponsored

Heidelberg

Dienstag, 26. August 2014


Anfang Juli hab ich mich auf eine kleine Reise nach Heidelberg gemacht - meine Männer waren zu dieser Zeit in Bosnien unterwegs und ich vogelfrei. Ziel des Ganzen: Meine Herzens-Blogfreundinnen wieder zu treffen. Vera und Nadine wohnen ja in Heidelberg, so kam ich von Köln und Stef aus Wien dazu gedüst. Wir vier haben uns wahrlich gefunden! Unser WhatsApp-Chat läuft tagtäglich heiß, es wird geemailt, geholfen, gelacht und gefachsimpelt. So ist das als Blogger, Bloggen ist eine Gemeinschaftssache – sehe ich zumindest so. Ohne Austausch, neue Freundschaften und Bekanntschaften macht es mir einfach keinen Spaß. Und in dem Fall kann ich behaupten: Ich hab Freundinnen fürs Leben gefunden, Freundinnen, die ich immer wieder wieder sehen möchte!

Sonntags kam ich also nach dreistündiger Fahrt von Köln in Heidelberg an – bei schönstem Wetter waren wir zuerst zu Gast bei Nadine. Nadine von Dreierlei Liebelei kennt sicher schon der ein oder andere von euch – somit sicherlich auch ihre Einrichtung etc. – Es war genau, wie ichs mir vorgestellt hatte ;) Als Blogger hat man ja den Background, man weiß ja wie man was fotografiert und zurechtmacht, dass es auf Fotos wirkt, daher ist man auch immer erleichtert, wenn man sieht dass.Blogger.ganz.normale.Menschen.sind.die.auch.Kramecken.etc.haben!!!! ;) Nadine hat absolut phantastisch aufgetischt, ich bekomm das gar nimmer alles zusammen... Es war so lecker, ich hätte Abends platzen können, ich schwöre! Gemüsespieße, bunter Gartensalat, Quinoasalat mit Ziegenkäse, überbackene Pepperoni mit Feta, Caprese, Hummus und selbstgebackenes Baguette, einfach herrlich. Und als Nachtisch gabs Dreierlei Liebelei – hab ich nur gegessen, nicht fotografiert ;) müsst ihr hier noch mal schauen, wenn ihr mögt. Wir haben bis spät in die Nacht geklönt, geredet und es war direkt wie immer: Vertraut! Nun schaut euch erst mal ein paar Bilder an:









Stef und ich haben in Steffis Hostel übernachtet. Nahe gelegen am Bahnhof zu moderaten Preisen kann man dort gut nächtigen, die Betten sind sauber und bequem – es ist halt ein Hostel und ich bin einfach kein Hostelmensch - das wird sich nicht ändern. Ich brauch zwar nicht ständig 5 Sterne Luxus - aber ein wenig Komfort hat schon was für sich. Am Montagmorgen gings dann nach einem Coffee to go direkt vom Hostel aus los – Nadine hat uns direkt oben ans Heidelberger Schloss ran gefahren (ich als Kölnerin hab mich über die lächerlichen Parkgebühren von 50 Cent für 1,5 Stunden amüsiert). Von dort oben hat man einen traumhaften Blick über Heidelberg, auf den Neckar und über das weite Land. Informationen zum Schloss findet ihr hier.









Nachdem wir dort ein wenig rumgeknipst haben, war es für mich mit Kultur auch schon am Ende ... Ich hatte Lust auf Shoppen, Cafes und Zeit mit den Mädels zu verbringen. Also sind wir kurzerhand in die City gedüst. Und Heidelberg hat einiges zu bieten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Hennes und Mauritz gibt’s einige nette kleine Boutiquen und Lädchen, die mich in einen kleinen Shopping-Rausch versetzt haben. Fangen wir an mit der Chocolaterie St. Anna. Ein niedliches kleines überschaubares Schokoladenparadies in der St. Anna Gasse, die Inhaberin überrascht euch und ihr dürft probenaschen! Überhaupt scheint Schokolade und Süßes in Heidelberg irgendwie dazu zu gehören!!! IN einem dieser Läden habe ich mir dann etwas leckere Schokolade sowie White Wedding von Becks Cocoa gegönnt, eine weiße Trinkschokolade, wirklich gut!
 


Weiter ging es in die L´Epicerie Heidelberg. Dort gibt’s alles was das Gourmet und Foodbloggerherz begehrt. Weine, Schokoladen, Essige aus aller Welt. Alles hüsch arrangiert. Ich hab ein Fleur de Sel, hübsche schwarze Löffel und leckere bunte Limonade von La Mortuacciene ergattert. Es ist unbedingt einen Besuch wert!  






Nun wurd es Zeit für die erste Stärkung. In der Patisserie La Flamm in Heidelberg findet ihr eine winzig kleine Patisserie – ihr habt direkt Paris-Flair, das versprech ich euch. Kleine feine Köstlichkeiten, unendlich viele Limonaden und Cafe. Hier haben wir uns die erste Stärkung gegönnt. Es war so herrlich, bei schönstem Wetter (die Wetter App hatte Dauerregen vorhergesagt!!!) mit den Mädels draußen in Heidelberg zu sitzen, in diesen urigen, gemütlichen Gassen. Überall schöne kleine bunte Häuschen und Blumen- sowie Obsthändler.















Bevor wir nun endlich Mittag essen konnten (es war eigentlich schon Nachmittag) wollte Vera mir unbedingt noch den Heidelberger Zuckerladen zeigen. Was angeblich eine Kultstätte wäre... so sagte man  zumindest. Als ich da war, wusste ich was gemeint war. Ich habe noch nie so etwas Paradoxes, Grusliges und trotzdem Originelles erlebt. Der Laden war so wirr und altertümlich mit Kram vollgestopft, dass die Süßigkeiten fast Nebensache wurden. Der Inhaber, ein absoluter seltsamer Kautz, quasselte alle Kunden voll und würfelte mit den Kunden um Süßigkeiten, die er ihnen nach dem Kauf dazu schenkte. Wirklich, etwas so Seltsames hab ich selten gesehen.




Langsam bekamen wir alle Vier richtig dicken Hunger. Nadine hatte vorsorglich reserviert und wir machten uns voller Erwartung auf – ins Joe Molese. Joe Molese ist in der Steingasse in Heidelberg und macht – laut Nadine – die besten Burger. Bestellt haben wir alle den Parma Burger – 280G ANGUS-RINDFLEISCH. BÜFFELMOZZARELLA. TOMATE. RUCOLA. PARMASCHINKEN. HONIG-SENF-BALSAMICO. CREMA Dl BALSAMICO. DAZU FRENCH FRIES – ich habe Zwiebelringe genommen – BOMBE! Obs an Heidelberg, dem Wetter, der guten Laune lag? Nein, der Burger war einfach grandios lecker. Fans von Burgern oder Sandwiches kommen auf jeden Fall auf Ihre Kosten.










Von dort sind wir über die Neckarbrücke hin zu den Neckarwiesen gegangen, wo wir den Tag haben ausklingen lassen. Wir haben unsere Jacken ausgebreitet und uns auf die Wiese gesetzt, die Menschen dort beobachtet, getrunken und gequatscht. Es war einfach eine traumhaft schöne Zeit mit den Mädels, ich hab jede Sekunde  SO genossen





Mein Fazit:

Die Menschen, und das muss ich ganz klar betonen, hab ich noch nirgends so freundlich erlebt wie in Heidelberg. Überall hält man ein kleines Schwätzchen, sie es beim Depot an der Kasse, im H&M vor der Kabine – die Menschen sind irgendwie zufriedener. Vera erzählte mir, dass sie dies bei ihrem Umzug aus Ihrer Heimat nach Heidelberg anfangs auch stark gemerkt hat –die Menschen haben offenbar eine hohe Lebensqualität in und um Heidelberg (und gute Burger, das wird’s sein!!!). Ich war rundum überrascht und glücklich über den Besuch in dieser herzigen kleinen Stadt. Und es rannten einige echt schräge Vögel rum, aber davon lassen wir Kölner uns ja überhaupt nicht beirren ;)

Die Geschäfte, sehr urig, liebevoll und geschmackvoll eingerichtet, die Gastronomie top - was soll ich sagen? Meine Bilder sprechen für sich denke ich. Am Dienstag vor meiner Abreise gabs noch köstlichste heiße Schokolade im Schmelzpunkt... passend zum regnerischen-Abreisewetter... Das Wetter hat nämlich 1:1 unseren Abreiseschmerz wiedergespiegelt. Stef und ich haben noch im H&M den SALE unsicher gemacht, da ich noch ein paar Dinge für den Urlaub ergattern musste und dann bin ich Richtung Heimat gedüst.

Was das Miteinander unter uns Mädels angeht - ich hab jede einzelne von euch Dreien richtig gern. Vera alias Sheldon Cooper (so Sheldon isse gar nicht, ich war nämlich am letzten Tag noch mal richtig lang mit ihr Fotodeko ähhhhhh Food Props Shoppen, war das ein Spaß sag ich euch!!!), Quasselstrippe Stef mit der ich mir am Abend fast in die Hose gemacht habe vor Lachen wegen ein paar alberner Hunde-Cupcakes und die herzensgute Nadine, die alles so liebevoll arrangiert und geplant hat - ich könnt heulen, dass ich euch so selten sehe, ehrlich Mädels! 

Herz randvoller Glück, Geldbeutel leer, hoffnungsvoll das nächste Treffen erwartend und in Erinnerungen schwelgend bin ich Dienstags nach Köln zurück um das WM Spiel Deutschland gegen Brasilien noch zu sehen. Ich war pünktlich zum Anpfiff zu Hause, verregnet und einsam hat es mich empfangen.

Heidelberg – ich komm wieder – versprochen!


Eure
Rebecca





PS: Einige meiner Bilder von meinen Reisen und Eskapaden aus dem echten Leben zeige ich nicht hier auf dem Blog - das Real Life findet ihr von mir nur bei Instagram!!!