Dubrovnik {and some tipps about croatia part II}



Brrrrr ist das da draußen ein Sauwetter. Ich hab irgendwie ein wenig das Gefühl, dass der Sommer für dieses Jahr gegessen ist – hab ich ja noch die Hoffnung auf einen schönen Indian Summer – allerdings ist das ja auch immer Glückssache. Vielleicht kann ich euch ja ein wenig von Innen aufwärmen mit meinen heutigen Bildern. Heute geht’s nämlich weiter in Kroatien... und zwar ein wenig Kulinarisches und einen schönen Tipp, wie ihr eure Zeit dort unten verbringen könnt – sowie zwei tolle Rezepte, durch die ich dort inspiriert wurde.
  
Ich erzählte euch ja bereits im letzten Post ( wer mag, kann gern hier noch einmal nachlesen), dass ich bereits 5x in Kroatien war, das erste Mal 2008. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich selber geschmacklich weiter entwickelt habe aber rein Kulinarisch hat das Land ein wenig nachgelassen bzw. ist sehr stark touristisch geworden. In Dubrovnik ist das Essen ein wenig teurer (man rechnet dort für einen Hauptgang ca. 90-220 Kuna, was ca. 12-30 € entspricht. Natürlich kommt es hier stark darauf an, was ihr bestellt. Günstig sind meist vegetarische Platten und Tagliatelle mit Meeresfrüchten oder Tomatensauce. Das sind Standardgerichte in Kroatien. Salat und Vegetarisches ist hier oft sehr nebensächlich, ein Paradies für Vegetarier und Veganer ist das Land nicht – da sollte man sich ggf. vor der Reise schon einmal schlau machen, ob es hier nicht bessere Alternativen gibt. Wir gehen im Urlaub jeden Abend aus essen, diese Regelung haben wir bereits vor einigen Jahren getroffen – ich koche in Deutschland fast täglich frisch – da hab ich im Urlaub wirklich Urlaub! Wir sind dort immer sehr spontan und gehen in das Lokal, was uns am ehesten von der Karte und Lage zusagt.

Solltet ihr euch also für einen Urlaub in Dubrovnik entscheiden, geb ich euch einen wirklich gut gemeinten Tipp: Nehmt nie das erstbeste Lokal, was euch über den Weg läuft. Gerade auf der „Hauptgasse“ durch die Altstadt stehen die Restaurantbesitzer meist schon vorne vor Ihren Karten und locken die Touristen an. Viele der Karten sind bebildert – lasst lieber die Finger davon!!! In der Regel kommen die Touristen meist von vorne durch das große Tor in die Altstadt. Vermeidet es, direkt rechts oder links ganz zu Anfang eines der Lokale zu nehmen – wir hatten uns dort am ersten Abend niedergelassen und waren bitter enttäuscht. Details erspare ich euch. Jedoch: Nicht lecker und viel zu teuer! Nehmt euch ein wenig Zeit und schlendert durch die Gassen. Weiter oben sind noch etliche Restaurants – oder esst frischen Fisch direkt am Hafen. Besonders empfehlenswert ist das Restaurant am Hafen, es ist allerdings gehobene Preisklasse. Auch gehobene Preisklasse, aber als eines der Top 5 Restaurants der kroatischen Küche ist das Nautika. Es liegt 20 Meter vor der Stadtmauer, etwas seitlich gelegen an einem Felshang am Meer – an einem schönen Vorplatz vor der Burgmauer.
Weiter könnt ihr oben auf der Stadtmauer im Gils Café essen. Dies sind jedoch die gehobeneren Restaurants, die wir natürlich mit Ben dieses Jahr nicht besuchen wollten. Mit Kleinkind hat man einfach nicht mehr die nötige Ruhe, das Essen gebührend zu genießen.

Für den normalen Geldbeutel kann ich euch daher das Restaurant Poklisar direkt am Hafen empfehlen. Es hat mediterrane Küche, leckere Steinofenpizza und alles, was das Fischliebhaberherz begehrt. Frischeren Fisch und Meeresfrüchte als hier bekommt ihr nicht. Ich gebe zu, ich bin persönlich gar kein Fischfan und würde in Deutschland im Restaurant NIE NIE NIE Fisch bestellen. Hier wurde ich jedoch eines Besseren belehrt. Mehr dazu später... Es gibt auch viele Imbissartige Garküchen in den Gassen, die Küche dort ist bodenständig und überall sehr ähnlich. Viel falsch machen könnt ihr hier nicht!

Das beste Eis gibt es bei... dort hab ich auch mein extra dunkles Schokoladeneis endlich gefunden.

Grundsätzlich gilt überall an der adriatischen Küste: Es ist sehr schwer ein gutes Restaurant zu finden, denn dort wo sich Touristen aufhalten, wird man oft mehr oder weniger abgespeist. Ihr solltet meinen Tipp beherzigen, und euch bevor ihr verreist bereits über google ein paar Restaurants und Tipps raussuchen, wo man gut essen kann. Das www ist voller Blogs mit Reiseberichten und Touristen-Portale, die euch gute Tipps geben.

Und jetzt endlich Bilder ;)






Wenn ihr in Kroatien seid, empfehle ich euch unbedingt mal ein sogenanntes Fish-Picnic mitzumachen... Es handelt sich hierbei um organisierte Bootstouren inklusive Essen und Getränke – meist zu den vor dem Land liegenden Inseln. Ihr bekommt die absoluten Traumstrände zu sehen, könnt während der Fahrt trinken und mittags grillt euch der Schiffskoch frischen Fisch (wahlweise auch Gemüse oder Hähnchen) auf dem Boot. Wir haben dies zum ersten Mal mitgemacht und es hat sich mehr als gelohnt. Wir haben pro Person umgerechnet ca. 30 € für den ganzen Tag bezahlt, Ben war mit 3,5 Jahren kostenlos dabei. Ab wann ein Kind zahlen muss, müsstet ihr erfragen. Fish-Picnics gibt’s in allen größeren Städten, habe ich z.B. auch in Makarska gesehen.

In unserem Fall ging die Fahrt morgens in Dubrovnik los. Vorbei an den alten Gemäuern Richtung offenes Meer. Auf den Fotos könnt ihr wunderbar das Felsencafe von außen sehen. Wir haben zuerst die Insel Kolocep angesteuert. Vom Anlegeplatz konnten wir dann eine Erhöhung hochklettern durch einen kleinen Pinienwald gehen und waren nach 5 Minuten in der schönsten Bucht, die ich in meinem Leben je gesehen habe: Ich fühlte mich schlagartig wie im Fluch der Karibik! Zu gern wäre ich dort baden gegangen, der Aufenthalt war jedoch nur auf 45 Minuten angesetzt – dann ging es weiter zur Insel Sipan– mit einem malerischen kleinen Hafenbecken (dort sind auch die Fotos von mir entstanden!) sind wir ca. 45 Minuten umher geschlendert. Während dieser Zeit wurde unser Essen zubereitet. Als wir dann wieder in See stachen gabs dann Mittagessen: Frischen gegrillten Fisch, Krautsalat und Brot. Ich bin absolut kein Fischfan und hab mich von Herrn Verlockendes... eher überreden lassen - was ich in der Regel nie tue, denn beim Essen mache ich NIE Kompromisse - was soll ich sagen? Super frisch, nicht trocken und ließ sich super von den Gräten lösen (mir graust es am Meisten nämlich davor), leicht geräucherte Makrele... Die Crew war gut drauf, erzählte in Landessprache Anekdoten und füllten das Essen immer wieder auf (Herr Verlockendes... hatte 3 Makrelen!!!). Es war einfach ein wunderschöner Tag, eine herrlich erfrischende Brise und die schönsten Strände bekamen wir  zu sehen. Endziel war die Insel Lopud – dort wartete ein wunderschöner Sandstrand auf uns. Ich habs mir in der Strandbar mit einer Zeitung und einigen Cappuccinos gut gehen lassen und die Männer waren matschen. Einfach perfekt. Aufenthalt waren 2 oder 3 Stunden, ich weiß es nicht mehr genau – zeitlich jedoch perfekt. Dann ging es in einer Tour zurück nach Dubrovnik. Ich würde es sofort wieder machen.





























Und so wird der Bohneneintopf gemacht (inspiriert aus der Bosnischen Küche):
Schält 400 Gramm Kartoffeln und schneidet sie in gleichmäßige Würfel. Das gleiche macht Ihr mit 2 Stangen Lauch (Porree). Hackt 2 Zweige Rosmarin grob durch und schneidet 2 Zwiebeln in feine Würfel. Dünstet diese in etwas Olivenöl an, dünstet dann zuerst den Rosmarin, dann die Kartoffeln und den Lauch mit an. Nun wird alles mit knapp 1,5 Litern Brühe abgelöscht (am Besten gute Gemüsebrühe). Lasst alles 15 Minuten köcheln.

Ritzt 500 Gramm Tomaten kreuzweise ein und gebt sie kurz in kochendes Wasser. Kalt abschrecken lassen und häuten. Nun halbieren und entkernen, danach in Spalten schneiden. Gebt die Tomaten in die fertige Suppe und fügt noch 1 Dose weiße Bohnen (gern auch frisch gekocht), abgetropft hinzu. Alles erhitzen und kräftig mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Mit ein wenig frischem Rosmarin garniert servieren.

Herr Verlockendes... macht den köstlichsten Bohneneintopf der Welt, der ist jedoch Blog-Untauglich da er auf Fotos einfach grausig aussieht. Diesen hab ich letztes Jahr im Sommer mit seiner Hilfe kreiert und er schmeckt herrlich nach Sommer. Das Geheimnis ist der viele frische Rosmarin. Der Eintopf ist super aromatisch und lecker. Gezeigt hab ich das Rezept bereits vor längerem bei Hallhuber.


Mein zweites Rezept ist eine Mediterrane Gemüsecremesuppe-ich habe im Urlaub letztes Jahr eine ähnliche gegessen und damals nach den Zutaten gefragt - bin bisher nie dazu gekommen, sie nachzukochen und habs letztes Wochenende endlich geschafft. Und die geht so: 

Würfelt ca. 700-800 Gramm Gemüse: Auberginen, Zucchini, Möhren (gern auch die schwarzen, dann wird die Suppe schön dunkel), Paprika bunt gemischt, 1 Stange Lauch, 1 Chilischote - bitte möglichst keine Kartoffeln, die dämpfen die Aromen irgendwie und es soll frisch, sommerlich und richtig schön nach Gemüse schmecken. Häutet 1 Tomate und würfelt sie zu dem Gemüse. Bei den Ochsenherztomaten könnt ihr die Schale oft komplett einfach so abziehen! Dünstet nun 1 große in Würfel geschnittene Gemüsezwiebel in etwas heißem Öl an und gebt kurz 3-4 Zehen (bzw. eine ganze frische) Knoblauchknolle (fein gewürfelt) hinzu. Schwitzt nun das Gemüse für 2-3 Minuten an und löscht es mit gut 1/2 Liter Gemüsebrühe ab. Gebt nun gehackte italienische Kräuter hinzu sowie ein kompletter Zweig Rosmarin (er wird nach dem Kochen bitte entfernt, ein paar der Nadeln werden abfallen, halb so wild!). Kocht die Suppe nun 15-20 Minuten, das Gemüse sollte relativ weich sein. Püriert die Suppe nun mit einem Schuss Olivenöl, 3-4EL Tomatenmark, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker so fein wie möglich (Rosmarinzweig entfernen nicht vergessen ;)!!!). Serviert die Suppe mit gutem, frischen Schafsmilchfeta und gutem Olivenöl. Ein Traum sag ich euch!






Noch ein paar Tipps für euren Kroatien-Urlaub: 

- Kroatien ist zwar in der EU: Euro gibts jedoch noch nicht! Bezahlt wird mit Kuna. 7 Kuna entsprechen ca. 1 €! Wechselstuben gibts an jeder Ecke. Wenn ihr mit dem Auto anreist, keine Panik, Mautgebühren könnt ihr durchaus mit Euro, Kuna oder sogar gemischt bezahlen ;) 
- Auto fahren auch am Tag immer mit Licht 
- Die Kroaten sprechen gern viele Sprachen, ihr werdet überrascht sein, wenn euch eure Bedienung deutsch ansprechen kann
- Kroaten sind sehr gastfreundlich - aber manchmal auch sehr ruppig. Dem Grunde nach alles herzensgute Menschen, muss man erst mit Ihrer Art zurecht kommen lernen ;)
- Ihr müsst auf jeden Fall einmal einen Kaffee in einem offenen Strandcafe trinken (siehe Bild weiter oben), die sind so herrlich. 
- Thema Kaffee: Wenn euch Einheimische einen Kaffee anbieten (die kroatische Omi in Dubrovnik hatte mir direkt zu Beginn einen gemacht) rechnet damit, dass ihr einen kroatischen Kaffee bekommt. Er wird nach türkischer Art gebrüht und ist wie eine Art Mokka. Sehr stark, sehr erdig und für unseren Deutschen Latte-Macchiato-weichgespülten Gaumen sehr sehr befremdlich. In Bosnien hatte ich fast einen Herzinfarkt am ersten Tag, nachdem ich bei sämtlichen Familienmitgliedern abgestiegen war und überall diesen Kaffee trinken musste - abends lag ich mit Herzrasen im Bett - geschmacklich ist er leider so gar nicht mein Ding, er schmeckt mir persönlich als hätte man Blumenerde aufgegossen - aber ausprobieren, vielleicht mögt ihr ihn ja. Er wird unendlich süß getrunken. 
- Kauft unbedingt an den Ständen an den Straßen Gemüse! Es gibt sie in Küstennähe wirklich überall. Wir haben uns mit Tomaten und Wassermelonen eingedeckt und Honig und Olivenöl mit nach Hause gebracht!
- Esst unbedingt mindestens 1x Palatschinken - ich hatte einen grandiosen mit Walnüssen und Karamell - es gibt oft Stände die eine riesen Auswahl an Toppings haben. Müsst ihr probieren!



Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen - nächste Woche gibts endlich mal was vom Umbau zu sehen, versprochen ... ;)

Eure
Rebecca


PS: Es haben sich zwei Bilder vom letzten Jahr eingeschlichen - na erinnert ihr euch? Die Feigen-Bilder... ich hab dieses Jahr keine vor die Linse bekommen - und die passten so herrlich ;)
PPS: Ja, ihr seht richtig, ich hab Beine die regelmäßig ÜBERSÄT sind mit blauen Flecken... kommt davon, wenn man einen Sohn hat. Einen, der eigentlich in jeder denkbaren Sekunde auf, unter, neben mir rumspringt, Fußball spielt und Spiderman nachmacht... Den Virus mit dem Spiderman-Gedöns muss er sich in der Kita eingefangen haben - er hatte zumindest diese Woche plötzlich eine Spiderman-Unterhose an ;) 










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Kommentare:

  1. Super schöne Urlaubsbildchen ♥♥♥ Dankeschön für die tollen Einblicke! Sehr verlockend ;)
    GGGLG, Olga.

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  2. Hallo liebe Rebecca,
    vielen Dank für die wunderschönen Fotos und deine Tipps für Kroatien.
    Mein Männe möchte dort ja unbedingt einmal Urlaub machen. Bislang habe ich aber immer vehemment abgelehnt dorthin zu fahren. Warum genau eigentlich weiß ich eigentlich auch nicht. Vielleicht weil ich eher der nordische Urlaubstyp bin...
    Aber ich muss sagen, dass mich deine Post doch langsam zum nachdenken bringen. Vielleicht sollte der nächste Urlaub doch mal nach Kroatien gehen.
    Also vielen, vielen Dank für die Inspiration.
    Ganz liebe Grüße
    Linda

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  3. Liebe Rebecca
    Ich war vor vielene Jahren in Dubrovnic und erinnere mich immer wieder gern zurück. Danke fürs zeigen der tollen Bilder und die Tips.
    Herzlichst
    Gabriela

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  4. Liebe Rebecca,
    Wunderschöne Bilder von Dubrovnik, ich könnte noch stundenlang weiterschauen.
    Besonders schön Deine Rezepte :-)
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

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  5. Liebe Rebecca,

    jetzt träume ich wieder von Kroatien. Ich mag dieses Land sehr und gehe immer wieder gerne dorthin zurück!
    Deine Bilder sind einfach wunderschön!
    Herzlich, Signora Pinella

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  6. sehr schöne Bilder, danke fürs "mitnehmen"
    Liebe Grüsse Nicole

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  7. Sehr schöne Fotos und tolle Tipps. Alerdings reizt mich diese Gegend persönlich so gar nicht. Ich mag vor allem Italien, Dänemark, die deutsche Küste.

    Wer ist denn der kleine, dicke Mann mit den kugelrunden Waden? ;-)

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