Mein Leben mit Kind und was ich daran besonders mag + ein paar leckere Tipps für die kalten Tage




Zugegebenermaßen: Ich hatte wirklich nicht den einfachsten Start als Mama, damals.
Das ist kein jammerndes "ich hatte nicht den einfachsten Start als Mama", sondern einfach ein feststellendes "ich hatte nicht den einfachsten Start als Mama"!

Denn auch für einen Menschen, für den Probleme nie ein Problem sondern eher eine Herausforderung darstellen, kann solch ein holpriger Start sehr schwierig werden. Wenn man ein Kind plant, weiß man automatisch, worauf man sich einlässt und hat gewissermaßen eine Wahl. Eine Wahl zu sagen: Okay, ich werde jetzt sehr lange Zeit keinen Schlaf/keine Zeit/keinen Job/wenig Geld haben. Aber ich möchte das so. Wenn man ein Kind nicht plant, hat man diese Wahl einfach schlichtweg nicht. Und dann hat man bestenfalls noch ca. 8 Monate, um sich auf seinen neuen Lebensabschnitt einzustellen - oder halt eben nicht. Bei mir haben diese 8 Monate damals einfach nicht gereicht.

Viele, die sich an mein Blogdasein von damals erinnern, hatten immer das Gefühl, dass ich alles im Griff habe. Das hatte ich auch. Das Drum herum hatte ich wunderbar perfekt im Griff. Haushalt, Sweet Tables, Kreatives Arbeiten - alles lief wunderbar. Aber in mir drin, da hatte ich gar nichts mehr im Griff.

Ich hasste die ersten Jahre als Mutter, wenn ich ehrlich zu mir bin. Ich hasste mein Kind nicht (niemals!). Aber ich hasste, was dieses Mutter sein mit mir angestellt hat. Es hatte mich in eine Welt katapultiert, die so gar nicht meine war. Stilltreffs, grausige Übermütter, egal wohin ich sah, ein ständig nörgelndes Kind, was mich Tag und Nacht in den Wahnsinn getrieben hat. Mein Job fehlte mir, Zeit für mich haben fehlte mir - und mir fehlte ein Partner, der genau das wollte, was ich wollte - und vor allem das gleiche, zum richtigen Zeitpunkt! Dabei war ich doch immer so ein  positiver Mensch gewesen, der in jeder Situation etwas Gutes sehen konnte - die ersten Jahre mit Ben waren innerlich grauenhaft für mich. Ich habe Ende letzten Jahres gemerkt, dass ich genau dieses Leben nicht mehr wollte. Habe angefangen, mich zu hinterfragen - meine Beziehung zu hinterfragen. Um dann letztlich zu merken, dass meine Beziehung und die verschiedenen Lebensansichten dazu geführt haben, dass ich nie in meiner Situation angekommen war.

Und dann fing ich an zu überlegen, ob das das Leben sein wird, dass ich - angenommen - für den Rest meines Lebens führen möchte. Und habe dann den folgeschweren Entschluss gezogen, dass ich das für mich nicht mehr möchte. Ich habe meine Beziehung von heute auf morgen hingeschmissen. Habe völlig von Vorne angefangen und einfach knallhart die Reset Taste gedrückt.

Was das für mich privat, finanziell und emotional bedeutet hat, das lasse ich aus der Öffentlichkeit raus. Ich kann nur soviel sagen: Ich habe es keine Sekunde bereut, weil ich mein persönliches Glück gefunden habe. Ich habe so viele Beziehungen beobachtet in den letzten Jahren - und so oft gemerkt, dass da was nicht passt. In Liebesdingen darf es einfach keinen Kompromiss geben. Da verhält es sich wie bei einem Hochzeitskleid: Es muss perfekt passen! Und jedem, der in seiner momentanen Beziehung nicht 100 %ig glücklich ist, dem kann ich nur raten: Überdenkt es noch einmal! Ihr verschwendet nicht nur eure Lebenszeit, sondern auch die eures Partners, der vielleicht auch nicht ganz so glücklich ist - oder der meint, alles wäre in Ordnung. In eurem Leben, da solltet nur Ihr die Hauptrolle spielen - ist doch logisch oder? Ich rede hier nicht von den Problemen, die jede Beziehung halt nun einmal begleiten: Aber alles in allem sollte, nein muss!, eine Beziehung vor allem eins sein: Leicht! Sie sollte Kraft geben, dich unterstützen, dich glücklich machen. Und kein Energiedieb, der dich nur runterzieht. Sobald dir dein Partner Kraft raubt - egal in welcher Hinsicht - und da lehne ich mich gerne aus dem Fenster: Überdenke es lieber noch einmal mehr, als einmal zu wenig!

Mehr kann, will und möchte ich momentan zu meiner Situation nicht sagen. Nur soviel: Ich bin ein großes Mädchen und hab für alles eine gute Lösung gefunden - auch wenn diese Lösung ggf. unbequemer war, als einfach in meinem damaligen Zustand zu verharren. Vielleicht erzähle ich euch ein andres Mal mal ein wenig mehr davon, von meiner Zukunft und von dem Menschen, der mich nun überglücklich macht. Wichtig ist nur, dass ich fast da angekommen bin, wo ich hin wollte. Und zudem kamen gar nicht so viele Probleme auf mich zu: Denn ich habe endlich einen Weg gefunden, Mama zu sein - und dabei glücklich zu sein! Und wenn ich heute meinen kleinen, frechen, blonden Jungen anschaue weiß ich:

Ich hab alles richtig gemacht!
Aber nun wieder zu den Schönen Dingen - den Dingen, denen sich mein Blog ja eigentlich widmet - und auch weiterhin widmen wird.

Warum ich das Leben mit Kind mag? Ich hab lange Zeit gebraucht - um die für mich schönen Dinge zu finden. Denn nach wie vor finde ich Rollenspiele mit Ben total doof, Mitspielen find ich ätzend und ich mag auch diese ganzen typischen Sachen gar nicht, die man so mit Kindern macht.

Was ich allerdings mag: Dass ich durch Ben viel gebremster und geerdeter bin. Shoppingtouren in Menschenmassen am Wochenende: Sind bis auf Weiteres gestrichen. Den ganzen Samstag zu Hause auf der Couch rumhängen: Gestrichen. Saubere Klamotten tragen, die man sich vorher natürlich in aller Ruhe mit Sorgfalt passend zum Nagellack und zur Handtasche ausgesucht hat: Gestrichen!

Dafür hab ich jetzt andere Dinge. Zum Beispiel frierend auf dem Gertrudenhof in der Heuscheune stehend einen Kaffee und eine Waffel am Stiel genießen, während Ben Traktor fährt, andere Kinder mit Heu beschmeißt oder sich auf andere Art besonders beliebt macht. Ohne Ben hätte ich niemals angefangen zu bloggen, demnach auch nicht so schöne Orte entdeckt wie die vielen Kinderbauernhöfe, hätte keine Sweet Tables kreiert und auch sonst - wäre mein Leben wesentlich unkreativer verlaufen.
 Ich liebe es, einfach mit Ben auf der Couch/dem Bett zu liegen, und seinen (eigentlich sehr fragwürdigen) Geschichten zu lauschen, während er seine Füße an meinen Beinen wärmt.

Ich liebe es, wie er abdreht, wenn er im Auto "atemlos" hört.
Dass er Gummistiefel liebt - und mich somit überredet hat, mir auch ein Paar zuzulegen.

Ich liebe, dass er immer paputt sagt, Worte, die er nicht kennt einfach erfindet. 

Ich liebe es, dass er unter jedes Auto rutscht, um zu gucken wie viele Auspuffe es hat (Bens Theorie, je mehr Auspuffe, desto schneller die Karre). 

Wie er Quatsch vor der Kamera macht (kann man z.B. hier auch gern noch mal ansehen).

Ich liebe es, wie er riecht und schnüffel regelmäßig an seinen Haaren.

Ich liebe es, seine langen Wimpern anzuschauen.

Ich liebe es, wie er mich in den Arm nimmt und mir sagt: Mama ich hab dich so lieb, bis zum Mond.

Und ich liebe es, wie er mich auf den Mund küssen will und jedes Mal vorher fragt: Mama, hast du Schminke drauf?

Überhaupt liebe ich mein Kind über alles, und ich bin stolz, was aus ihm für ein toller, lustiger Junge geworden ist! Und ich freu mich auf die kommenden Jahre und bin sicher, dass er mich noch das ein oder andere Mal überraschen wird.











Und zum Schluss noch, die Dinge, mit denen ich mir die ersten kalten Tage erträglicher mache. Es sind keine neuen Offenbarungen, aber vielleicht denkt sich der ein oder andere: Könnt ich auch noch mal machen: 

Ingwer in Scheiben schneiden und mit viel Honig und Zitronensaft in ein Glas geben, ,mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Zimtmilch: 1 Tasse frische Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn die Milch kocht, mit dem Schneebesen eine Zucker-Zimt Mischung (ca. 2 TL Zucker und 1/2 TL Zimt) stark unterschlagen und noch ganz kurz kochen lassen. Danach mit einem Milchaufschäumer leicht aufschäumen.

Maronen selber rösten: Maronen kreuzweise einschneiden und auf ein Backblech legen. Ofen auf 250 Grad vorheizen und die Maronen relativ weit oben im Ofen platzieren. Dort röste ich sie ca. 15 Minuten. Bitte gut einritzen sonst explodieren sie euch im Ofen. Ich hole die Maronen aus dem Ofen und gebe sie immer zuerst in eine Schüssel und lege ein Handtuch drauf. 

Lieblings-Kürbispesto (hier)

Kürbissuppe wie z.B. (hier)

Probiert unbedingt mal den alkoholfreien Apfelpunsch vom Ikea! 

Und denkt dran, unbedingt schnell noch Zwiebelkuchen mit Federweißer genießen - die Saison ist schon bald vorbei. Wir haben heute Abend Gäste und ich koche genau das (ggf. zeig ich euch bei Instagram zumindest die Tischdeko). Mein Lieblings-Zwiebelkuchenrezept ist dieses (klick). Ich liebe es, weil es mit Blätterteig ganz easy zuzubereiten ist. 



Auf den Fotos trägt Ben übrigens seinen neuen senfgelben Fellparka - und dazu passend die tolle Mini Rodini Mütze mit Pandagesicht, welche ich bei der lieben Alex bei Fräulein&Matrose (klick)* gefunden habe. Ich liebe es, günstige Mode von den bekannten Labels mit kleinen hochwertigen Hinguckern zu kombinieren. Die Mütze ist aus Jersey und das Tolle: Man kann sie wenden, innen ist das Pandagesicht dann dunkelblau! Ich liebe den Shop Fräulein und Matrose, weil Alex ganz wunderbar tolle Marken anbietet, ausgesuchte Stücke für den Shop auswählt. So finden sich immer tolle Mini Rodini Teile, oder die Kultmarken Noe & Zoe - sowie Gray Label. Neu im Shop sind auch die tollen Play&Go Spielsäcke (klick)* - Ben hat auch einen abgestaubt, damit endlich mal Ordnung einkehrt... zeig ich euch noch vor Weihnachten!

Und was bei unserer Garderobe im Herbst unerlässlich ist: Gummistiefel. Wir sind bereits in der vierten Generation Stonz Rubber Rain Boots (klick)*. Wer einmal Stonz Gummistiefel hatte, wird keine anderen mehr wollen. So eine tolle Qualität, super verarbeitet und keine Schwitzefüße mehr. Und für ganz kalte Tage kann man für die Kleinen noch tolle Linerz hinein stecken: Diese sind wie ein Innenstrumpf für den Gummistiefel und halten richtig schön warm. Die Stiefel gibts in 6 tollen Farben. Dieses Jahr hab ich mich für ein schlichtes Dunkelgrau entschieden. Ben liebt seine Gummistiefel!

So, nun bleibt mir nichts anderes übrig, als euch ein tolles Halloween zu wünschen, wir feiern ganz entspannt! 



Habt eine schöne Zeit
Eure

Rebecca



PS: Als Ausflugsziel mit kleinen Kindern kann ich in und um Köln immer wieder den Gertrudenhof empfehlen. Ich kaufe dort immer ein, während Ben spielt, wir füttern Tiere und er tobt auf dem Spielplatz. Und jedes Mal muss eine leckere Waffel am Stiel gegessen werden. 









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Kommentare:

  1. Liebe Rebecca,
    Deine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich dachte auch immer, dass Du einfach alles im Griff hast. Dass Du so offen über schwere Zeiten schreibst, macht Dich aber noch symphatischer! Ich hoffe ganz fest, dass Du jetzt ankommen darfst und alles perfekt passt!
    Herzlichst, Signora Pinella

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  2. Liebe Rebecca,
    schön, mal so offene und ehrliche Worte zu lesen. Das echte Leben ist halt nicht immer Sonnenschein. Und man sollte definitiv nur in einer Beziehung bleiben, wenn man sich dort auch wohl fühlt. Alle anderen Überlegungen machen auf Dauer nicht glücklich und sind tatsächlich reine Zeitverschwendung. Ich habe in so einer Beziehung glatte 8 Jahre zu viel gelebt, bevor ich mich endlich getrennt habe. Heute weiß ich auch, dass es die beste Entscheidung war und ich heute in meiner Beziehung nicht glücklicher sein könnte.
    Dein Sohn wird bestimmt immer stolz auf dich und deinen Mut zur Ehrlichkeit sein.
    Liebe Grüße,
    Rahel

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  3. Hallo Rebecca
    Sehr ehrliche Zeilen von Dir. Da gibt es Passagen dir würde ich selbst so unterschreiben.
    Respekt für soviel Mut in deinem Leben, denn jeder ist ja seines Glückes Schmied.
    Liebste Grüsse Janine

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  4. Liebe Rebecca,
    wenn du jetzt glücklich bist: alles richtig gemacht!! Gratuliere!!
    Deine ersten Gefühle nach der Geburt kann ich sooo gut nachvollziehen und das, obwohl ich mir damals (17 Jahre her) wirklich sehr ein Kind gewünscht habe. Mein persönliches Highlight waren die Geburtstagsgeschenke zu MEINEM Geburtstag, im Jahr nach der Geburt. Ich bekam lauter Babysachen geschenkt... seitdem wünsche ich mir nix mehr!
    Ich wünsche euch alles Glück der Welt!
    Liebe Grüße
    Trudi

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  5. Du hast sooooo recht. Der Weg ist hart, aber jeder Schritt mach freier und glücklicher. Ich wünsche dir alles Gute für Deine neue Liebe. Vielleicht sieht man sich mal auf dem Gertrudenhof. Da sind wir auch fast jedes Wochenende :)

    LG Anja

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