Montag, 16. Januar 2017

Hallo 2017 - Dieses Jahr wird ausgemistet!


Und schon schreiben wir das Jahr 2017. Ich bin voller Enthusiasmus und freue mich so unendlich auf ein weiteres Jahr Verlockendes... 6 Jahre mit euch, unglaublich! Was ich in meiner Blogpause gemacht habe? Zu allererst: Zeit zu Zweit genossen, Zeit mit Ben, Zeit mit der Familie. Kakao getrunken, Baum geschmückt, Geburtstag gefeiert. Letztlich dann noch aufs neue Jahr angestoßen - das Jahr, in dem ich heiraten werde. All diese schönen Dinge halt.

Nach Silvester verhält sich das bei mir genau wie bei den Trillionen Menschen, die sich fürs neue Jahr im Fitnessstudio anmelden: Ich bin unfassbar motiviert! Motiviert, Dinge zu ändern, Auszumisten und ein paar Kilos abzuspecken. Ja, auch ich weiß, dass das nach Hinten losgehen kann. Aber hey: Wenn man motiviert ist, ist das immerhin ein guter Anfang. Und irgendwann muss man ja schließlich den Anfang machen: Die letzte Zigarette rauchen (gilt für mich nicht, Gott bewahre, dass ich mir das auch noch abgewöhnen darf), die letzte Pizza ohne schlechtes Gewissen essen, obwohl die Waage schon bedenkliche Ausmaße anzeigt, das letzte Mal mit dem Freund treffen, der einem eigentlich nur Schlechtes gebracht hat. Irgendwann ist halt das erste Mal. Und wenn dafür der Jahreswechsel notwendig ist, dann ist das eben so. Für mich ist ein Jahr nur eine zufällige Aneinanderreihung von Tagen. Und wenn man am Tag 1 anfängt, dann ist das für mich logisch. 

Zuerst möchte ich mich hier einmal für die vielen persönlichen Mails bedanken, die mich 2016 von euch erreicht haben. Jedes Feedback, jede Frage und jede Kritik - sofern sie sachlich und berechtigt ist, macht diesen Blog zu dem was er geworden ist. Auch über alle Kommentare freue ich mich - auch wenn ich es selten schaffe alle zu beantworten, ich lese sie aufmerksam und freue mich sehr, dass ihr mir etwas sagen wollt. Ganz oft lese ich Dinge wie: Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bringen? Warum ist es immer so ordentlich bei dir? Oder, noch besser: "Ist es immer so ordentlich wie auf deinen Fotos?" Auch zum Thema Essen erhalte ich immer wieder Fragen und Mails - aber dazu möchte ich in einem anderen Post mal ausführlicher schreiben. 

Ich spreche jeder meiner Leserinnen so viel Intelligenz zu, dass sie sich selbst ein Bild von mir und meinem Leben machen darf. Dass natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, ich Kalkflecken im hintersten Eck meiner Dusche und abgenutzte BHs habe. Das würde hier aber niemanden inspirieren oder weiter bringen. Und daher hab ich für mich entschieden, heute mal ein paar meiner Tipps für euch zu verfassen, wie es ordentlich bleibt und wie ihr am Besten ausmistet.


Und wisst ihr, wie ich auf diesen Ausmist-Post gekommen bin? In meinem Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr wurde ich eines Tages wach und war sterbensunglücklich. Ich kann euch gar nicht genau sagen, warum - aber ich war plötzlich komplett überfordert. Ich sah mich um und alles versank in diesem Nach-Weihnachten-Chaos: Geschenke en Masse, Weihnachtsdeko all over und ein Kind, dessen Kinderzimmer aus allen Nähten platzte. All das belastete mich so sehr, dass der Lieblingsitaliener und ich SOFORT nach einer Lösung gesucht haben. Und die war alles andere als bequem, nämlich richtig viel Arbeit. Aber hey: Keiner sagte, dass es einfach wird - oder?

Wenn ihr auch das Gefühl habt, dass bei euch irgendein Chaos herrscht, dass euch ewig belastet, wird es Zeit, dem ein Ende zu bereiten! Seid ihr dabei? Dann legen wir Zimmer für Zimmer los! Ihr schafft das, aber ihr müsst anpacken. 

Bevor wir nun Raum für Raum durchackern solltet ihr noch einige Dinge tun: 


  • Macht euch eine Liste, welche Räume es wirklich bitter nötig haben - fangt mit dem Raum an, der euch am Meisten belastet - und was genau an diesen Räumen wirklich eine Baustelle ist. Diese kann wie folgt aussehen: Badezimmer - Schrank mit Kosmetika überfüllt - Steckdose locker - Handtücher alt. Küche - Vorratsschrank ausmisten - Kühlschrank mal von Oben anschauen - neue Lampe, die bereits seit 100 Jahren gekauft im Keller liegt montieren - Kochbücher aussortieren und verschenken an XY. Schlafzimmer - Klamotten aussortieren - unterm Bett saugen - überflüssige Einlegeböden vom Kleiderschrank die unterm Bett hausen - auf Sperrmüll. 
  • Gleich vorweg: Ihr werdet sicher nicht alles an einem Tag schaffen. Nehmt euch an vier aufeinanderfolgenden Wochen jeweils ein Zimmer Samstags, wenn ihr frei habt, vor. 
  • Macht einen Großeinkauf: Kauft große, stabile Müllsäcke, Reinigungspakete für Spülmaschine, Waschmaschine - sowie Putzzeug, dass ihr ggf. nicht da habt. Besorgt euch Kartons, für Sachen die verschenkt werden sollen. 
  • Meldet den Sperrmüll und Elektromüll an und erkundigt euch, wo eine Mülldeponie ist, zu der ihr jederzeit fahren könnt, um die Dinge zu entsorgen, die nicht in eure Mülltonne passen. Eure Mülltonnen werden vermutlich nicht reichen, vertraut mir. 
  • Erkundigt euch, wo man Papiermüll und Klamotten/Schuhe entsorgen könnt. Wenn diese bei euch vor der Türe abgeholt werden, super! Dann haltet die Augen auf, wann die nächste Abholung ist.  
  • Macht den Kofferraum eures Autos frei: Den werdet ihr brauchen! 
  • Versucht gar nicht erst, euch neue Baustellen zu machen: Ladet Müll direkt in euer Auto - nicht in Keller oder Garage oder Ähnliches - das verschwindet dann gerne wieder aus dem Sinn. Alles muss RAUS. Und damit meine ich: Für immer weg! Ich habe den Sperrmüll bereits 1 Woche vor Abholung in der Einfahrt stehen gehabt. Nervig, ja - machen andere aber auch ständig. Außerdem erhöht ihr die Chance, dass die Sperrmüllmafia noch einiges mitnimmt, was sie noch gebrauchen kann. Gleiches gilt für Elektroschrott. 
  • Hört euch früh genug um, ob es Leute im Bekanntenkreis gibt, die auf Trödelmärkten verkaufen (ich habe da leider immer relativ wenig Motiviation zu) und verkauft Ihnen die Sachen für einen pauschalen Preis zum Weiterverkauf. In sozialen Netzwerken findet ihr Gruppen (z.B. Nett-Werk-Köln) in denen ihr ggf. euren Kreis erweitern könnt - vielleicht findet sich dort noch jemand, der Trödel sucht. Aber auch hier gilt die Regel: Macht euch keine Baustelle auf. Entweder der Kram wird in 1-2 Tagen abgeholt, sonst Tonne!



Ich fange mit euch im Schlafzimmer an. Hier gibt es einige Baustellen, ich weiß. Die Größte ist meist der Kleiderschrank und/oder Kommoden, sind wir mal ehrlich oder? Fangen wir mal Schritt für Schritt an:

  • Alles, was du länger als einen gewissen Zeitraum nicht getragen hast, muss raus - GNADENLOS. Ich dulde keine Ausreden a la: "Das hatte ich aber bei unserem ersten Date an" bla bla. Es muss einfach raus! Ich würde hier sagen ein Zeitraum von 1 bis maximal 2 Jahren - obwohl ein Teil was du zwei! Jahre nicht anhattest echt absolute Schmerzgrenze ist - denn hey: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du es dann in den nächsten zwei Jahren tragen wirst? Null, oder? Ich trage viele Dinge, die zeitlos sind (weiße Blusen, Jeans) oft viele Jahre. Aber das Kleid mit Vogel- oder Blümchenmuster von 2012 - sorry: Du musst Raus! 
  • Alles was kaputt ist, Löcher hat oder komplett verwaschen: Raus! Mach dir eine Liste, was du aussortiert hast, zum Beispiel: BH nude, 5 Socken schwarz mit Löchern, hellblaue Bluse, Jeans schwarz+grau. Und dann kauf es nach und nach anhand der Liste und Dringlichkeit neu. Es wirkt nachlässig, wenn du die abgetragenen Klamotten trägst und du darfst dir gerne eine neue Jeans wert sein. Und kaputte Socken - na, noch Fragen?
  • Du brauchst nichts in 100facher Ausführung. 100 weiße T-Shirts braucht kein Mensch. Behalt die Schönsten und der Rest: Raus!
  • Das schwarze Kleid, dass dir gepasst hat, als du noch 10kg leichter warst behälst du, weil du ggf. irgendwann wieder rein passt? Sorry das ist ein schlechter Ansatz und passt nie. Wenn es ein original Chanel Kostüm ist, lass ich es ggf. noch gelten - ansonsten geb ich dir folgenden Tipp: Verkauf es bei Ebay, wenn es noch ein gut verkaufbares Teil ist und leg das Geld auf Seite, setz dir eine Frist von xy Monaten und NIMM AB, bis du dich wieder wohl fühlst. Und kauf dann etwas Neues. Die Motivation und Belohnung, sich mit Klamotten einer Kleidergröße weiger neu eindecken zu können als das olle schwarze Kleid EVENTUELL wieder tragen zu können ist viel enormer, glaub mir. 
  • Augenrollend kann ich sagen: Manchmal wäre es sinnvoll, dass Klamotten ein Verfallsdatum haben, wie Käse etwa. Und dass sie dann bitte anfangen zu stinken. 
  • Gleiches gilt für die Schmuckschublade. Die Uhr von Fossil von vor 8 Jahren ist zwar noch ganz nett - aber getragen hast du sie kein einiges Mal in 2016? Ab zum Trödel oder: Abfall. 
  • Gleiches gilt für Schuhe. Einzige Ausnahme hier: Snow-Boots. Die könnt ihr auch noch behalten, wenn ihr sie länger als 2 Jahre nicht anhattet. Denn der Schneefall in Deutschland ist ja doch so eine Sache für sich, oder?
  • Gesetz dem Fall ihr habt die Möglichkeit, Winter- und Sommergarderobe zu trennen: Nutzt sie!!! Es gibt nichts Schlimmeres als den ganzen Sommer auf Winterpullover zu starren - und Gleiches gilt andersherum für den Winter. Ich habe das Boxensystem Samla von Ikea (klick) und kann es nur empfehlen: Sie sind aus transparentem Kunststoff und daher kann man z.B. auf dem Speicher auf einen Blick erkennen, was sich darin befindet. Es gibt eine höhere Version und eine flache. Die flachen Boxen sind super zum Verstauen unter dem Bett oder oben auf dem Kleiderschrank geeignet. 


Thema Bad und im Speziellen Make-Up Artikel. Ich glaub, hier könnte ich, wenn ich mir manche You-Touberinnen so beschaue, einen separaten Blogpost schreiben. In Bad und WC ist nämlich nicht immer alles ok. Fangen wir es ruhig an:

  • Zu Allererst stellt euch die Frage, was ist wirklich wichtig für euch. Braucht ihr 1 Trillion Mascaras, oder ist es doch immer wieder die eine Marke, die euch überzeugt und die ihr immer wieder kauft? Welche Beauty Produkte haben euch in den letzten 1-2 Jahren wirklich geholfen? Müsst ihr jedes Shampoo testen um festzustellen: Neues Haar bekommt ihr dadurch trotzdem nicht? Und dann wird aussortiert: 
  • Sortiert zuerst aus, was ihr definitiv nicht mehr braucht. Was nur rumliegt, eurem Typ nicht steht, fettige Haare macht oder ihr in 10facher Ausführung habt. 
  • Ihr benötigt nur ca. 3 Nagellacke in Rottönen (schreibe ich das hier gerade wirklich!?!?) hell, mittel, dunkel. Und dann noch ca. 5 in anderen Farbtönen, Klarlack, Nude. Ende. Mehr Tage hat das Jahr ja fast nicht ;)
  • Habt ihr alles aussortiert, was ihr definitiv nicht mehr braucht? Dann: Schaut mal nach, was vom Rest ggf. schon abgelaufen ist. Kosmetikartikel haben in der Regel eine Haltbarkeit von 12 Monaten ab dem erstmaligen Öffnen. Schaut euch die Artikel an, es ist überall ein Symbol mit der Haltbarkeit aufgedruckt. Und nein, die Zahl bedeutet nicht Jahre, sondern Monate ;) Sortiert es aus, werft alles weg und macht euch eine Liste, was ihr nun neu kaufen müsst. Schrank auswaschen, neu einräumen und die Leere genießen.
  • Gleiches System bei Haargummis, Bürsten, Haarschmuck. Alles, was ihr für den täglichen Bedarf braucht, behalten. Rest, gnadenlos entsorgen. 
  • Parfumregal: Alles, was älter ist als ca. 2 Jahre: Wegwerfen! Pfützen bitte als erstes wegbrauchen oder gleich entsorgen. Parfumpröbchen immer direkt benutzen und in den Müll. Bloß nicht sammeln!
  • Als nächstes der Medikamentenschrank: Abgelaufenes aussortieren und nur das Allernötigste für den Hausgebrauch nachkaufen. Wenn ich manchmal sehe, was andere Menschen an Medikamenten für den "Ernstfall" da haben, wird mir schlecht. Bei uns passt alles in die hübsche Medikamentenbox von Hema - könnt ihr hier bestellen, wenn ihr mögt. Gibts in den Filialen sicher noch in allen Farben (weiß-schwarz oder weiß-pink).
  • Eure Handtücher sind alt und verwaschen? Zeit, dass sich hier etwas ändert!
Nun kommen wir zu dem Thema, wo ich mir sicher keine Freunde machen werde: Dem Kinderzimmer! Ich weiß, ich weiß, das ist so ein Thema für sich. Spielfeld für viel Emotionalität... Aber mal ehrlich? Emotionalität ist doch eigentlich auch oft überflüssiger Ballast oder? 

Ich schreibe euch zu dem Thema gern meine Tipps auf:

  • Gesetz dem Fall, eure Familienplanung ist abgeschlossen, empfehle ich euch, als Erinnerung pro Jahr nur 1! Teil aufzubewahren. Der erste Strampelanzug, die ersten Schuhe, die erste Laterne. Eine Bekannte von mir hat von allen vier Kindern jede Laterne aufbewahrt. Das sind mit Kindergarten und Schule pro Kind ca. 6-7 Laternen. Das mal vier sind: Mindestens 24 Laternen - oh mein Gott, sie könnte eine ganze Kindergartentruppe mit den Laternen versorgen. Nein, Spaß beiseite, ich finde diese Idee eigentlich total schön - aber wohin mit all den Laternen, wenn man zu wenig Platz hat? Ich mache daher immer jedes Jahr ein Foto von Ben mit seiner Laterne und trenne mich nach dem Kindergarten dann von fast allen gebastelten Sachen. Ich mache eine! kleine Mappe mit Gebasteltem, die er später, wenn er auszieht, behalten darf. 
  • Klamotten von Ben verschenke ich fast alle. Bodies habe ich damals komplett entsorgt, weil sie fleckig waren. Natürlich ist das Frage des Budgets und auch Frage, wann man das nächste Kind plant. Bei mir war dies damals nach Bens Geburt erst einmal lange Zeit kein Thema, so dass ich getrost sagen konnte: Wenn Ben in ein paar Jahren Bruder wird, bekommt das Geschwisterchen eine neue Ausstattung. Ich habe NICHTS von ihm in Kisten gehortet. 
  • Gleiches gilt für Spielzeug. Ich habe behalten: Eine Kiste Duplos und ein Bobbycar (Motorrad). Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere hab ich verschenkt. Einzige Ausnahme: Bücher. Bücher sind ein hohes Gut und dürfen nie nie nie weggeworfen werden - sind sie auch noch so stupide. Daher behalte ich die Bücher für Bens Geschwisterchen in Bens Bücherregal, welches dann irgendwann mal ein Kinder-Bücherregal für alle Kinder wird. Sonst wird alles aussortiert, was länger als 1/2 bis 1 Jahr nicht bespielt wurde. Heißt in meinem Fall: Dem Abfallsystem zugeführt. Gut erhaltene Sachen dürft ihr gerne zu Umsatz machen und dem Kind neue Klamotten davon kaufen. Oder Spenden. 
  • Was hier immer sofort im Müll landet: Jegliche Figuren aus Überraschungseiern oder Fast-Food-Besinnungstüten - ihr wisst sicher, was ich meine. 
  • Einzige Ausnahme bei allen Dingen: Das Lieblingskuscheltier. Aber ganz ehrlich, das versteht sich von Selbst oder? 
  • Möbel sollten bestenfalls mitwachsen oder nach und nach aussortiert werden.
 Oh oh, Thema Küche. Owei. Da lauert auch jede Menge Arbeit. Und ich rede jetzt nur vom Ausmisten, noch nicht einmal vom sauber machen (was man Bestenfalls in einem macht, wenn man eh einmal dabei ist). Ich habe vor ein paar Tagen beim Instagram Account von Bloggerin Clara von Tastesheriff (klick) Tränen gelacht, als sie Ihren Spint und Küche aussortierte und zum Schluss ca. 12 Tuben Senf und 20 Dosen Tomatenprodukte hatte. Ist das nicht bei uns allen so? Wir kaufen die tollen Chinanudeln, weil wir sie irgendwann mal kochen und dann vergammeln sie im Schrank. Tütenprodukte ablaufen lassen? Kann ich!

Jetzt ist hier Differenzieren für mich ein bisschen schwierig. Wir haben extrem wenig Platz in der Küche und daher ist eine große Vorratshaltung für mich fast unmöglich. Ich kann daher nicht befehlen, dass ihr hier ausmistet und möglichst nichts bevorratet - weil das wäre anmaßend ;) Haltet das, wie ihr es mögt - aber haltet es auch im Auge und in Maßen. Ich denke, es wird in absehbarer Zeit kein Dritter Weltkrieg ausbrechen und auch keine Hungersnot. Ich schreibe euch trotzdem alle meine Tipps auf:

  • In die Küche gehört nur, was ihr wirklich braucht. Jegliches Gerät, das ihr nicht/nie nutzt: Entsorgen oder verkaufen. Der Donutmaker? Einmal benutzt, war Sauerei, hat keinen Spaß gemacht: Weg damit! Das Waffeleisen, das 1-2x im Jahr Sonntags benutzt wird, darf natürlich bleiben. So geht es mit allem in der Küche: Kochbücher aus denen ihr noch nie etwas gekocht habt, Schüsseln, Geschirr. Ihr seht oben das alte Foto von meiner Vitrine: 80% der Dinge darin besitze ich mittlerweile nicht mehr, gespendet an den Tierschutz zum vertrödeln. 
  • Vorratsschrank ausmisten: Alles was abgelaufen ist, weg. Alles was sehr bald abläuft: In den nächsten Wochen in den Kochplan einarbeiten. Alles, was schon 1 Jahr rumliegt aber nie benutzt wird (und noch gut ist): An die Tafel spenden. Eine ganz tolle Organisation, welche sich zum Beispiel auch freut, wenn ihr die Tonnen an zu viel erhaltenen Weihnachtssüßigkeiten spendet. Ihr sucht eine Stelle vor Ort? Einfach hier klicken und suchen.
  • Braucht ihr wirklich 6! Olivenöle oder reicht ein Gutes? Teilt doch exotische Gewürze in der Familie auf. Sachen, die ihr vielleicht 1-2 Mal im Jahr braucht werden euch mit Sicherheit schlecht bevor ihr sie gebrauchen könnt. Warum nicht einfach das Garam Masala direkt nach dem Kauf schon auf drei Personen aufteilen? Macht doch eurer Schwester, Mutter, Oma mal ein kleines Körbchen fertig mit den Dingen, die ihr getrost aufteilen könnt. Sie freuen sich bestimmt und probieren dadurch vielleicht auch mal etwas Neues aus.


Kommen wir zum letzten Raum, den wir ausmisten wollen. Das Wohnzimmer. Jetzt möchte ich betonen, dass es nirgendwo so wenig Staufläche in meiner Wohnung gibt, wie im Wohnzimmer. Daher natürlich auch relativ wenig auszumisten. Ich möchte daher Wohnzimmer in Verbindung mit Deko im Allgemeinen sehen. 

  • Es gibt doch diese Entsorgungs-Challenges? Ich habe leider keinen passenden Link für euch gefunden, aber ihr habt ja sicher schon davon gehört? Man entsorgt pro Tag xy Teile (glaube einen Monat lang 10 Teile pro Tag). Das dürfen natürlich auch 10 Fotos sein oder 10 Socken. Idealerweise jedoch Kram, den ihr wirklich nicht mehr braucht. Was denkt ihr? Wäre das etwas für euch? Noch idealer wäre, wenn ihr das Ganze 1x pro Woche in einem Rutsch macht. Soll bedeuten: 70 Teile pro Samstag entsorgen. Ich denke, auf den ersten Blick kommt euch das unwahrscheinlich viel vor - aber glaubt mir, es wird sich jede Menge Kram anhäufen.
  • Grundsätzlich habe ich für alle Räume eine Faustregel: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr es noch braucht oder nicht: Werft es weg. Denn würdet ihr es brauchen, wärt ihr euch sicher!

Dieses Ausmisten befreit so unheimlich. Nur in leeren Räumen wirken eure schönen Möbel, eure Deko und Bilder und können den Raum mit Ihrer Schönheit erfüllen. Mein Grundprinzip: Was nicht mehr wirklich schön ist, sondern nur rumsteht muss raus! Befreit euch von dem ganzen Ballast! Auch in meiner Wohnung sind noch einige Dinge, die raus müssen - aber hey, 2017 hat ja jetzt erst begonnen! Bei Instagram könnt ihr ja verfolgen, ob mehr oder weniger Kram dazu kommt ;)

Ich bin hochmotiviert, ihr auch?

Auf, ins verflixte 7te Jahr Verlockendes... 
Ich freu mich, dass ihr mich dabei begleitet. 

Eure
Rebecca



PS: Jetzt legt mal los mit euren Tipps zum Ausmisten. Das darf hier gerne eine Runde Sammlung an Tipps und Tricks werden. Ich bin gespannt! 

Kommentare :

  1. Hallo Rebecca,
    Du sprichst mir aus der Seele - auch mich beschleicht so ein Gefühl, dass das Chaos um mich herum zunimmt. Bin aber immer noch auf Suche meiner Motivation und lese dazu das Buch "Geordnet Leben".
    Mit ein paar Versuchen, größere Spielsachen über ein Portal zu verkaufen, bin ich schon gescheitert. Die Menschen sind mit so vielen Konsumgütern versorgt, dass keiner mehr etwas brauchen kann. Gerne werde ich mir Deine Ratschläge zu Herzen nehmen und an meinem nächsten freien Samstag loslegen.

    Liebe Grüße

    Monika



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  2. Hallo,
    wunderbar - ich hab ja schon angefangen mit dem Schlafzimmer hier.
    "Karen Kingston - Feng Shui Gegen das Gerümpel im Alltag" Passt ganz gut zu Deinem Post das hab ich mir zwischen den Feiertagen wo ich krank im Bett war gekauft.

    LG
    Ursula

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  3. Oh vergessen - Kinder - meine beiden werden demnächst 18 - ich habe bis auf das erste Paar Schuhe und glaub ich 1-2 Kleidungsstücke alles an Kleidung weg und ein paar selbstgemalte Bilder. Spielsachen wie Lego, Playmobil etc. ebenfalls. Denn ich denke wenn wir tatsächlich mal Enkel bekommen sollten gibt es sicher Möglichkeiten neues tolles Spielzeug zu erwerben. Und ansonsten gibt es ja noch Flohmärkte. Bücher hab ich ein paar aufgehoben die beide gerne mochten und die ihren Charakteren entsprechen z.B. das Buch über Streithammel die beiden streiten heute noch unentwegt.

    Meine Mutter war total entsetzt weil ich alles weggab. Sie hat noch das Zeug von meinem Bruder und Schwester damit spielt kein Mensch meine Kids auch nicht.

    Mein einzigstes aus meiner Kindheit ist mein alter verratzter Steiffteddy und der liegt immer irgendwo im Weg rum sei es im hintersten Teil vom Schrank oder auf dem Speicher. Oder er hat sich aber auch schon meinen ganzen Frust anhören müssen der arme Kerl.

    LG
    Ursula

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  4. Hallo Rebecca! Vielen Dank für deine Tipps! Irgendwie motiviert einen der Januar immer zum Ausmisten und Neuanfangen. Ich habe vor, mir beim Schweden Kunststoff-Boxen zuzulegen und dann meinen Kleiderschrank nach der KonMari-Methode einzuräumen, wobei die T-Shirts "stehend" gelagert werden. Nun, so viel wegschmeißen, wie Frau Kondo empfiehlt, werde ich eher nicht. Aber die Aufbewahrungsmethode gefällt mir. Schauen wir mal!
    Grüßles
    Ursel

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Rebecca

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